79567981 Taekwondo – Unterricht vom syrischen Meister – here in Bochum

Taekwondo – Unterricht vom syrischen Meister

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Taekwando-Titelbild
 

Taekwondo-Trainer Jihad Hussein lebt seit zwei Jahren in Bochum

– ein Beitrag von Shirawan


Seit 2015 lebt Jihad Hussein als Geflüchteter in Bochum. Die Kriegsumstände in Syrien führten dazu, dass er Heimat, Arbeit und Familie hinter sich lassen musste. Aber eines konnte er in seine neue Heimat Deutschland mitnehmen: seine Leidenschaft für Taekwondo. Der 40-jährige Kurde ist ausgebildeter Trainer mit schwarzem Gürtel. 1999 gewann er den syrischen Meistertitel, 2001 sogar den Meistertitel der Trainer. Er war unter anderem der erste kurdische Teilnehmer, der Syrien bei den Freundschaftsspielen in Südkorea vertreten hat. In Al-Hasaka, im Nordosten Syriens, leitete Jihad drei Trainingshallen und unterrichtete dort mehr als 50 Schüler in Taekwondo. Als der Krieg die Stadt erreichte, flüchtete er in den Irak nach Erbil. Und auch dort unterrichtete er Taekwondo.

Jihad ist durch seinen Onkel Abdul Salam zum Sport gekommen, der selbst ein Taekwando-Trainer war. Er unterrichtete seinen Neffen schon als Kind. Auch als sein Onkel später in den Libanon ging, ist er beim Taekwando-Sport geblieben. Seit 1995 ist Jihad sogar Trainer und Schiedsrichter. Einige seiner Schüler zählen heute zu den besten Syriens. Der jüngste, Muhammed Naif, war erst neun Jahre alt. Jihad möchte in Bochum mit seinem Sport weitermachen und ihn gern zu seinem Beruf machen. Er ist gerade auf der Suche nach einem geeigneten Verein und möchte dort als Co-Trainer arbeiten.