79567981 Der sechste Jahrestag der Syrischen Revolution – here in Bochum

Der sechste Jahrestag der Syrischen Revolution

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Bildquelle: Wikipedia/Pereslavtsev

Bildquelle: Wikipedia/Pereslavtsev

 

15. März – Der Tag des Zorns

Der sechste Jahrestag der Syrischen Revolution

– eine Story von Mahmod


Die syrische Revolution begann am 18. März 2011 in Daraa. Die syrische Bevölkerung verfolgte gespannt die jüngsten Ereignisse in Tunesien, Libyen und Ägypten. Diese revolutionären Ereignisse sollten als „Arabischer Frühling“ in die Geschichte eingehen. Der Zorn der Bevölkerungen über ihre Regierungen und die amtierenden Machtinhaber machte auch vor Syrien keinen Halt. Es begann damit, dass ein paar Kinder in Daraa festgenommen wurden. Viele Menschen gingen auf die Straße, um dagegen und auch gegen die prekären Verhältnisse zu demonstrieren. Die Demonstrationen griffen auch schnell auf andere syrische Städte über. So wurden auch in Damaskus, Homs, Qamischli und vielen anderen Städten Demonstrationen zur Tagesordnung.

 
 

Die Chronologie der Ereignisse:

Im März 2011 riefen viele Bürger und Aktivsten über die sozialen Netzwerke zu Protestaktionen am 15. März auf. Dieser Tag sollte als „Tag des Zorns“ einen markanten Wendepunkt in der syrischen Geschichte darstellen. Hunderte protestierten gegen die zahlreichen Festnahmen von Demonstranten und der Unterdrückung in Daraa. Die Protestaktionen liefen unter dem Motto „Woche der Würde“. Am Dienstag, den 22. März, kam es zu diversen Demonstrationen in den Außenbezirken und den Dörfern rund um Daraa. Die Menschen riefen „Ab heute gibt es keine Angst mehr“. Sie boten der Regierung die Stirn, egal was komme. Am 25. März griffen die lokalen Demonstrationen schließlich auf andere syrische Städte über und die Woche bekam das Motto „Woche des Ruhms“. Die Antwort der Regierung ließ nicht lange auf sich warten. Die aufbegehrenden Menschen wurden mit Fassbomben, geächteten Kriegsmitteln und Belagerung drangsaliert. Im syrischen Norden gab es sehr große und heftige Demonstrationen als Akt der Solaridität und Brüderlichkeit mit den Menschen im Süden von Syrien. Die Regierung ging in Folge dessen noch brutaler und erbarmungsloser gegen die Menschen in der nördlichen Metropole Aleppo vor. In einem noch nie da gewesenen Ausmaß wurde die ganze Altstadt samt Gebäude und Monumente, die bis auf das 13. Jahrhundert zurückgehen, zerstört. Nach nun 6 Jahren Krieg, sind weite Teile des Landes verwüstet, schätzungsweise 400.000 Menschen getötet worden und über 10 Millionen Menschen auf der Flucht.