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Mein Bochum

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Interview mit Mahir

Wie bist du nach Deutschland gekommen und wie lange lebst du schon hier?

Am 21. November 2012 bin ich mit dem Flugzeug aus Istanbul gekommen und in Düsseldorf gelandet. Die Uhrzeit weiß ich noch ganz genau: Es war 22 Uhr. Am Flughafen in Düsseldorf wollte die Polizei meinen Pass sehen. Ich hatte keine Papiere zum Vorzeigen und sagte, dass ich nach Deutschland gekommen sei, um Asyl zu beantragen. Ich konnte nur Kurdisch, Arabisch und ein paar Worte Türkisch. Ich bin in einem Wohnheim in Neukirchen-Vluyn untergekommen. Dort habe ich zwei Jahre gelebt. Danach bin ich am 01. Januar 2015 nach Bochum umgezogen.

Wie gefällt dir das Leben in Bochum?

Als ich noch in Neukirchen lebte, bin ich einmal nach Bochum gekommen, um einen meiner Freunde zu besuchen. Wir waren im Bermuda3eck und ich war schlicht begeistert von den ganzen Cafés und Kneipen. Ich liebe Bochum, weil es irgendwie meiner Heimatstadt Qamischli ähnelt. Bochum ist eine ruhige Stadt und nicht so unüberschaubar wie die großen Hauptstädte. Ich mag Bochum sicher auch deswegen so sehr, weil viele meiner Freunde hier leben, die ich noch von vor meiner Zeit in Deutschland kenne.

Hast du einen Lieblingsort in der Stadt?

Mein Lieblingsort ist das Starbucks-Café an der Drehscheibe, wo ich gerne meinen Kaffee trinke. Außerdem mag ich es, den Samstagabend mit meinen Freunden im Bermuda3eck zu verbringen.

Erzähl uns noch etwas von deiner Zeit, bevor du nach Deutschland gekommen bist. Wie ist deine Heimatstadt in Syrien und wie war das Leben dort?

Die Stadt, in der ich geboren wurde und in der ich einen Großteil meines Lebens verbracht habe, heißt Qamischli im Bezirk al-Hasaka. Sie wird auch als Stadt der Liebe bezeichnet. Sie hat ungefähr 88.000 Einwohner. Die Mehrheit von ihnen besteht aus Kurden. Außerdem leben dort noch Assyrer, Araber und Armenier. Alle leben friedlich zusammen. Gemeinsam mit einigen Freunden war ich dort als Programmierer für Mobiltelefone tätig.

Was machst du sonst in deiner Freizeit, hast du ein Hobby?

Am liebsten schaue ich mir Fußballspiele an. Ich bin Fan vom FC Barcelona – und natürlich vom VfL! Ich war auch schon einmal hier im Stadion, das hat mir sehr gut gefallen. Es ist eine tolle Stimmung! Außerdem spiele ich Rollstuhlbasketball bei der Reha- und Behindertensport-Gemeinschaft Dortmund 51 e. V. Schon seit fast acht Monaten bin ich dort Teil des Teams und es macht mir viel Spaß.

Was ist dein Lieblingsessen? Gibt es ein bestimmtes Essen in deiner Heimat, das du besonders vermisst?

Ein bestimmtes Lieblingsessen habe ich tatsächlich nicht. Aber generell mag ich die orientalische Küche. Hier in Bochum gibt es viele arabische und türkische Lebensmittelläden. Auch Imbisse und Restaurants habe ich schon entdeckt. Dort bekommt man nahezu alle Speisen, die ich auch von daheim kenne.