79567981 Shamus Weg nach Bochum – here in Bochum

Shamus Weg nach Bochum

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„Plötzlich verwandelte sich alles in Finsternis“

Shamu ist Jesidin und musste sich, um zu überleben, mit ihrer Familie in den Bergen Iraks verstecken


 
 

Shamu erzählte den here-Redakteuren Shirawan und Mahmud ihren „Weg nach Bochum“. Die beiden besuchten die junge Irakerin in der Flüchtlingsunterkunft „Auf der Heide“ in Bochum, wo sie einige Zeit untergebracht war. Dort lebten insgesamt 200 Geflüchtete in 62 Containerwohnungen. Die Bewohner können sich nicht nur über Betreuungsräume für ihre Kinder freuen, sondern nehmen hier auch an Deutschkursen für alle Altersgruppen teil. Inzwischen hat Shamu zusammen mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern eine eigene Wohnung in Bochum bezogen.

"In Shengal, das im kurdischen Gebiet im Irak liegt, lebte ich früher ein sicheres Leben. Ich war Hausfrau und mein Mann war Lehrer in einer Schule in Shengal. Unsere fünf Kinder gingen zur Schule, nur unser Jüngster war noch zu klein dafür. Plötzlich verwandelte sich alles, was um uns herum schön war, in totale Finsternis. Terroristen griffen einige unserer Familienmitglieder an und töteten sie. Wie viele andere Jesiden, flohen wir in die Berge.

Es folgten weitere schmerzhafte Ereignisse: Meine Nichte beging Selbstmord, damit sie nicht in die Hände von Terroristen fiel, denn sie konnte ihnen nicht entkommen. Wir sahen Kinder, die an Hunger starben. Schwangere Frauen brachten in den Bergen Kinder zur Welt und waren nicht dazu in der Lage, sie zu versorgen. Es herrschte Hunger und Durst, ganz zu schweigen von vielen Krankheiten. Ich erinnere mich an eine Frau, die Zwillinge zur Welt brachte. Sie war zu schwach vor Hunger, um beide zu stillen und musste ein Kind in den Bergen zurücklassen.

Von den Bergen aus sind wir über die Grenze in das syrische Kurdengebiet geflüchtet. Trotz der schlechten Bedingungen in Syrien werden wir niemals die Kurden dort vergessen, wie sie uns mit Schlafmöglichkeiten, Getränken und Essen geholfen haben. Danach kehrten wir für ein Jahr und drei Monate in die Region Kurdistan im Irak zurück. Dort lebten wir in einem Asylheim. Aber die Situation war so schwierig, dass mein Mann nach Deutschland ausgewandert ist. Ich blieb mit meinen fünf Kindern zurück. "

Eine beschwerliche Reise über das Meer

"Endlich reiste ich zusammen mit meinen Kindern meinem Mann hinterher. Auf dem Boot in die Türkei und nach Griechenland waren insgesamt 85 Leute an Bord. In den Unterkünften, in denen wir zwischendurch in Griechenland blieben, waren auch viele andere Jesiden. In der deutschen Botschaft in Griechenland bat ich um eine Familienzusammenführung mit meinem Mann. Zu unserer großen Freude wurde uns dies ermöglicht und 2017 sind wir nach Bochum gereist. Nachdem wir zunächst in einer Flüchtlingsunterkunft blieben, suchten wir uns schließlich ein Zuhause in Bochum – nun konnten wir ein Leben in Sicherheit leben, weit weg von den schrecklichen Massakern in unserer Heimat.

Ich danke Deutschland und danke der Stadt Bochum für ihre Hilfe. Wir werden diese großzügige Hilfe niemals vergessen. Hier können wir ein besseres Leben führen und von einer besseren Zukunft träumen."

 
 
 
 

فجأة تحوّل كل شيء إلى ظلام :

كان يجب على عائلة شمو اليزيدية الاختباء في الجبال العراقية من أجل الحفاظ على حياتهم :


 
 

عائلة شمو تسرد قصة طريقها إلى مدينة بوخوم ، لمحرري مجلة „ here “ شيروان رمو ومحمود سمو ، واللذين قاما بزيارة هذه العائلة اللاجئة من العراق في كامب اللاجئين المسمى ب ( آوف دير هايدي ) في بوخوم ، حيث كانت هذه العائلة قد أمضت هناك فترة من الوقت .

ويسكن هناك قرابة ٢٠٠ لاجئ في بيوت جاهزة ( كرفانات ) .

يشعر المقيمون في هذا الكامب بالسعادة والامتنان ، ليس فقط لأن لديهم مسكن ولدى أطفالهم غرف ، إنما أيضاً لتوفر دورات لتعليم اللغة الألمانية لكافة الأعمار في هذا الكامب . وقد انتقلت في الوقت الحالي عائلة شمو مع أطفالها الخمسة للعيش في شقة خاصة بهم في مدينة بوخوم .

حدثتنا الزوجة قائلة :

كنا نعيش في شنكال التي تقع ضمن المناطق الكردية في العراق بأمنٍ وسلام . لقد كنت ربة منزل ، وكان زوجي معلم في أحد مدارس مدينة شنكال ، وكان أطفالي جميعهم في المدرسة باستثناء ابني الصغير الذي لم يكن قد بلغ سن دخول المدرسة بعد . فجأة تحول كل شيء جميل من حولنا إلى ظلام دامس ، وذلك بعد أن قام الإرهابيون بالهجوم علينا وقتل بعض أفراد عائلتنا ، لذلك قمنا بالفرار إلى الجبال القريبة منا كما فعل الكثير من اليزيديين .

الجبال المميتة التي اختبأنا بها :

وهناك تستمر الأحداث المؤلمة ، حيث سمعنا بنبأ انتحار ابنة أخي لأنها لم تستطع الفرار من الإرهابيين ، ولم تكن تريد الوقوع بين أيديهم ، فقتلت نفسها . لقد كنا نرى الأطفال يموتون جوعاً في هذه الجبال . وكانت النساء الحوامل تلدن ، ولكن من شدة الألم و الجوع والعطش كنّ قد اضطررن إلى ترك مولودهن خلفهن ، ناهيك عن حالات الإجهاض والأمراض . أتذكر جيداً تلك المرأة الحامل التي كانت معنا ، لقد رزقت بتوأم ، ولكن من شدة جوعها وعطشها وقلة الحليب في صدرها ، اضطرت إلى الاستغناء عن أحدهم وتركه في الجبال كي لا يموت الطفلان .

الطريق إلى الأراضي الكردية السورية ، والعودة مرة أخرى إلى العراق :

كنا قد قطعنا مسافات طويلة من خلال الجبال حتى وصلنا إلى المناطق الكردية السورية ، ومن هناك دخلنا سوريا ، وعلى الرغم من الأوضاع السيئة في سوريا ، لن ننسى ما قدمه لنا الأكراد السوريين من طعام وشراب وخدمات . بعد ذلك عدنا إلى إقليم كوردستان العراق ، لنبقى هناك قرابة سنة وثلاثة أشهر في إحدى المخيمات ، لكن زوجي اختار طريق الهجرة واللجوء إلى ألمانيا بسبب سوء الأوضاع المعيشية ، وبقيت أنا وأطفالي في المخيم .

الرحلة الشاقة عبر البحر :

وأخيراً رحلت مع أطفالي الخمسة إلى تركيا ، ومن هناك ركبنا البحر على متن قارب يحتوي قرابة ٨٥ شخص متجهين إلى اليونان . بقيت مع أطفالي في مخيم اللاجئين في اليونان ، وكان هناك الكثير من اليزيديين أيضاً .

هناك تقدمنا بطلب لم الشمل في السفارة الألمانية في اليونان ، وذلك بعد حصول زوجي والذي كان منذ عام ٢٠١٥ قد وصل إلى ألمانيا على الإقامة الألمانية . ومن حسن الحظ جاءت الموافقة ، وسافرنا إلى ألمانيا في عام ٢٠١٧ ، إلى مدينة بوخوم ، وبالتحديد كامب ( آوف دير هايدي ) .

تكمل السيدة شمو حديثها قائلة : نستطيع العيش هنا في أمان ، بعيداً عن المذابح الرهيبة في بلدنا ، لهذا أود أن أشكر الحكومة الألمانية ومدينة بوخوم على ما قدموه لنا من مساعدة ، وهذا الشيء لن ننساه أبداً ما حيينا .. هنا يمكننا أن نعيش حياة كريمة ، ونحلم بمستقبل أفضل .

Interview & Text: Mahmud & Shirawan