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Onlineredakteure verbessern ihr Deutsch

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Der Ehrenfelder
 

Verein „Angekommen“ lädt

Geflüchtete und Bürger zum

Sprachcafé ein

Artikle aus Der Ehrenfelder August 2016

 
Fast wöchentlich trifft sich das Team von „here“, dem Onlinemagazin von Geflüchteten, um sich zu besprechen. Dabei bleibt aber zu wenig Zeit, um einfach so zu reden, sich auszutauschen und besser kennenzulernen. Dafür gibt es nun ein regelmäßiges Sprachcafé. Eingeladen sind auch interessierte Bürger, denn die wichtigste Regel beim Sprachcafé ist: deutsch sprechen.

Geflüchtete, die beim Onlinemagazin „here“ mitmachen möchten, schreiben meist in ihrer Muttersprache. Doch die fast wöchentlichen Besprechungen finden immer auf deutsch statt. Wenn etwas unklar ist oder zu schnell gesprochen wurde, übersetzt Munir auf arabisch. Der Bochumer Student hat syrische Wurzeln, wurde aber in Deutschland geboren. Er hat viel zu tun mit den mündlichen und schriftlichen Übersetzungen, denn die meisten Flüchtlingsredakteure sprechen arabisch.

Etwa 15 nach Bochum Geflüchtete schreiben für „here“ und ebenso viele kümmern sich ehrenamtlich um die Übersetzungen und Organisation des Projekts. „Unser Team wird immer größer, aber wir haben kaum Zeit, um uns näher kennenzulernen“, meint Thorsten Seel, stellvertretender Vorsitzender vom Verein Angekommen. Den Anstoß für das Sprachcafé gab Franziska Gebhardt, die sich gern einbringen wollte, aber erst nicht so recht wusste wie. „Die Geflüchteten sprechen immer besser deutsch, aber sie sind häufig unsicher, wenn sie in der Redaktionsrunde etwas sagen wollen“, meint die Ehrenfelderin, „das Sprachcafé ist dafür da, um die Sprachkenntnisse zu testen und zu erweitern.“

Kooperationspartner für das Sprachcafé ist das evangelische Familienzentrum Hand in Hand, das auch den Raum im Hans-Ehrenberg-Haus in der Dibergstraße 46 zur Verfügung stellt. Zweimal hat sich das Team von „here“ bereits getroffen. Mit dabei war auch eine interessierte Ehrenfelderin, die sich als Muttersprachlerin mit einer kleinen Gruppe von Geflüchteten unterhielt. Auf dem „Lehrplan“ stand an diesem Tag der Songtext von Herbert Grönemeyers „Bochum“. „Es war sehr ungewohnt, ein so bekanntes Lied zu erklären“, meint Mareike Ickler, „here“-Projektassistentin, „aber alle hatten unglaublichen Spaß daran.“

Qamar, Arfan und Aliou gehören zum festen Kern des Redaktionsteams von „here“, dem mehrsprachigen Onlinemagazin von Bochumer Flüchtlingen für Bochumer Flüchtlinge, das in den nächsten Wochen startet. Kooperationspartner ist das Kommunale Integrationszentrum Bochum (KIBo). Bettina Schmidt vom KIBo und selbst Ehrenfelderin nimmt regelmäßig an den Redaktionstreffen teil, für die der 3satz Verlag seine Räume zur Verfügung stellt.

„Wir geben den Flüchtlingen zum einen die Möglichkeit, über sich, ihre Flucht, ihr Leben in Bochum zu erzählen“, sagt Thorsten Seel, Vorstandsmitglied des Vereins „Angekommen“ und Ehrenfelder Unternehmer, „zum anderen können sie sich fachlich qualifizieren.“ Obwohl das Onlinemagazin erst in den kommenden Wochen in vollem Umfang an den Start gehen wird, war es bereits erfolgreich: Beim Ideenwettbewerb der NRW.Bank hat das Projekt die Finalistenrunde erreicht und bekommt in Workshops Unterstützung bei der langfristigen Ausrichtung des Projekts von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der NRW.Bank. vim