79567981 Qamars Weg nach Bochum – here in Bochum

Qamars Weg nach Bochum

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]Redaktionsmitglied Qamar

Mein langer Weg nach Bochum

– eine Story von Qamar


Manchmal muss man Umstände durchleben, Dinge opfern, seine Prioritäten ändern und unvorhergesehene Entscheidungen treffen, um gewisse Schwierigkeiten im Leben zu überwinden. Davon bin ich überzeugt. Als ich mich dazu entschlossen habe, nach Deutschland zu kommen, war ich mir zunächst unsicher. War es die richtige Entscheidung, Deutschland als den Ort zu wählen, um den Rest meines Lebens zu verbringen? Gewisse Vorstellungen über die deutsche Geschichte sind auch heute noch in den Köpfen der Menschen. Die Mentalität der Deutschen wird in unserer Heimat überdies als etwas distanzierter und strenger angesehen.

Das erste Lächeln in meinem Gesicht

Aber es ist immer anders, wenn man etwas nur durchs Hörensagen kennt oder es selbst erlebt, dadurch ändert man dann vielleicht seine Meinung. So war es auch bei mir. Nachdem ich alle Schwierigkeiten des Weges durchstanden hatte und endlich in Deutschland eintraf, wurde ich herzlich im Asylbewerberheim willkommen geheißen. Die Menschen fingen direkt an, mich zu unterstützen. Alle meine Bedenken verflüchtigten sich und zum ersten Mal nach einer langen Zeit hatte ich ein zufriedenes Lächeln in meinem Gesicht. Bevor ich dann schließlich nach Bochum kam, habe ich noch in einigen anderen Heimen gewohnt. Die Menschen vor Ort und die Sozialarbeiter haben mir alle mögliche Hilfe zukommen lassen, um ein neues Leben in einer neuen Region, in einem neuen Land und nun in einer neuen Stadt zu starten. Kurz nach meinen ersten Tagen in Bochum, habe ich angefangen, die Stadt zu erkunden. Ich bin ins Stadtzentrum gegangen und begann, nach den Dingen zu suchen, die ich für mein tägliches Leben benötigte. Dies war der Zeitpunkt, an dem ich begann, mein neues Leben in Bochum immer mehr zu mögen.

Wie man ein Haus ohne Schlüssel betritt

Währenddessen war eines der größten Probleme, mit denen ich konfrontiert wurde, die deutsche Sprache. Für mich ist dies der erste und wichtigste Schritt, um sich in einer Gesellschaft zu integrie-ren. Es ist wirklich nicht einfach, ohne Kenntnisse der heimischen Sprache zu kommunizieren. Es ist genauso wie der Versuch, ein Haus ohne Schlüssel zu betreten. Da ich vorher nie mit der deutschen Sprache in Berührung kam, hatte ich keinerlei Kenntnisse der Wörter und Ausdrücke. Die ersten Worte, die ich lernte, waren „Hallo“, „Tschüss“, „auf Wiedersehen“ und eines meiner Lieblingsausdrücke: „alles klar“. Ich hörte die Leute reden und ich war nicht in der Lage zu verstehen, was sie sagten und ich lächelte nur und verwendete manchmal nur diese vier Worte. Ich hatte das Bedürfnis, die deutsche Sprache zu lernen und ohne viel Aufwand konnte ich mich an die Volkshochschule wenden. Frau Timmermann und Frau Rabea Herzog haben mich freundlich aufgenommen und, da sie meine Motivation sahen, halfen sie mir an einem der Sprachkurse teilzunehmen. Und so schlug ich ein neues Kapitel in meinem Leben auf: Ich begann Deutsch zu lernen, wow.

 

My long way to Bochum

– a story by Qamar


Sometimes we have to undergo circumstances that one has to sacrifice and has to just leave the priorities in life and take unplanned decisions to overcome the difficulties in life. I really do believe that. When I decided to come to Germany, I did have second thoughts: was it the right decision to choose Germany as place to live the rest of my life? Certain images concerning German history are even today still present in people’s minds. The German mentality is, moreover, considered to be rather strict and more reserved.

The first smile on my face

But, there is always a difference, whether you just hear something or experience it for yourself and it might change your mind. This is what happened to me. When I arrived here, after passing through all the difficulties on the way, I was warmly welcomed as soon as I stepped into the asylum centre. People started assisting me without any delay. All my worries were gone and for the first time in a long while I had a satisfied smile on face. I was moved to a couple of refugee homes before I arrived here in Bochum. The people in Bochum and the social workers provided me with all possible assistance to start a new life in a new region, in a new country, and now in a new city. Shortly after my early days in Bochum, I eventually started exploring the city. I went to the city centre and started searching for all the places where I could get the things that I needed for daily use. This was the time when I actually started liking my new life in Bochum.

How to enter a house without keys

Meanwhile, one of the biggest problems I was faced with was the German language. To learn the language of a country is, in my opinion, the first step to get integrated into a new place. It is really not easy to communicate properly without any knowledge of the local language. It is like trying to enter a house without having keys. Since I never tried to learn German, I had no idea of the words and expressions. The first words I learnt were “hallo”, “tschüss”, “auf wiedersehen” and one of my favourites “alles klar”. People were speaking and chatting on the streets and I was not able to figure out what they were actually saying, so I just smiled and sometimes started to use just these four words. I had an urge to learn German and with a little effort, I managed to approach the adult education centre in Bochum (Volkshochschule VHS). Frau Timmermann and Frau Rabea Herzog welcomed me and seeing my motivation, they started to help me to participate in the language courses. And here I was, opening another new chapter of my life: I was starting to learn German, wow.