79567981 Empfehlungen und Ideen aus der Praxis – here in Bochum

Empfehlungen und Ideen aus der Praxis

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Beim Barcamp diskutierten Geflüchtete und Ehrenamtliche

Engagierte aus ganz Nordrhein-Westfalen und weiteren Bundesländern kamen in Düsseldorf zusammen, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Ihr Fokus lag in diesem Jahr vor allem auf der Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt und auf Möglichkeiten zur sozialen Teilhabe. Außerdem wurden Empfehlungen an die Landespolitik diskutiert. Auch das here-Team war dabei, mit Diskussionsbeiträgen und einer eigenen Session.

Rund ein Jahr, nachdem mit dem ersten openTransfer Camp #Ankommen das #Ankommen Programmeingeläutet wurde, trafen sich engagierte Haupt- und Ehrenamtliche der Flüchtlingsarbeit erneut in Düsseldorf. Das Programm openTransfer #Ankommen der Stiftung Bürgermut und der Bertelsmann Stiftung begleitete und unterstützte mehr als ein Jahr lang Initiativen und Projekte, die mit jungen Geflüchteten zwischen 16 und 27 Jahren in Nordrhein-Westfalen arbeiten.

Insgesamt 13 Sessions stellten die Teilnehmenden dieses Mal im Plenum auf die Beine. Schwerpunkt in diesem Jahr waren vor allem die Themen Arbeitsmarktintegration und soziale Teilhabe. Es wurden Hürden beim Eintritt in den Arbeitsmarkt und mögliche Lösungen diskutiert. Zwei Engagierte des Jugendwerks Wittmund berichteten in einer Session von ihrer Flucht aus Afghanistan und Syrien und sprachen mit der Gruppe über die Frage „Was muss in unseren Heimatländern passieren, damit wir zurückkehren können?“ In einer Session der Innovationsplattform Zukunftsstadt zu Herausforderungen bei der sozial-räumlichen Integration in Städten wurden anhand von best practice Beispielen Ideen für erfolgreiche Projekte mit Geflüchteten im urbanen Raum gesammelt. Eine Erkenntnis: die erfolgreichsten Projekte bieten niedrigschwellige Angebote und sind sowohl untereinander als auch über (bereits etablierte) Strukturen von Vereinen vernetzt.

Vom here-Magazin gab es eine Session zum Thema „Freunde finden“ in Deutschland. Die beiden here-Redakteure Nour und Shirawan berichteten von ihren Erfahrungen, wie schwierig es für sie als Geflüchtete war, deutsche Freunde und Bekannte kennenzulernen. Es wurde viel in der großen Runde diskutiert, andere Teilnehmer brachten ihre Vorschläge und Ideen ein. Ein ganz konkretes Ergebnis ergab sich für das Redaktionsteam: Es möchte zukünftig –inspiriert durch die Session – eine Rubrik mit dem Namen „Freunde finden“ einführen, wo verschiedene Ideen und Initiativen nicht nur in Bochum vorgestellt werden, die helfen, Freunde zu finden.

Abschluss Empfehlungskatalog an die Politik
Ein besonderes Angebot für die Camp-Teilnehmenden war die Mitarbeit an einem Empfehlungskatalog. Denn gerade die Arbeit von ehrenamtlich getragenen Projekten vor Ort – so auch der Konsens in einigen Sessions – wird nach wie vor durch die immer gleichen Herausforderungen erschwert. Mit dem Ziel, etwas zum Besseren zu ändern, wurden deshalb konkrete Empfehlungen zusammengetragen. Diese sollen anschließend politischen Entscheidern in Düsseldorf übergeben und mit diesen gemeinsam diskutiert werden.

Während des Tages konnten die Teilnehmenden die Forderungen und Empfehlungen der anderen Initiativen kommentieren. In zwei Sessions gab es außerdem Gelegenheit zu einem intensiveren Austausch und die Möglichkeit, eigene Empfehlungen einzubringen. Einig waren sich die Anwesenden vor allem darin, dass die Leistungen der Jugendhilfe endlich ausgeweitet werden sollten.

 
 

Practical recommendations and ideas

At the bar camp, refugees and volunteers discussed

Committed people from all over North Rhine-Westphalia and other federal states came together in Düsseldorf to exchange ideas and network. This year‘s focus was mainly on integrating refugees into the labour market and on opportunities for social participation. Recommendations to state policy were also discussed. The here-team was also present, with discussion contributions and a separate session.

Approximately one year after the #Ankommen programme was launched with the first openTransfer Camp #Ankommen launched, committed employees and volunteers from the field of refugee work met again in Düsseldorf. The programme openTransfer #Ankommen of the Stiftung Bürgermut and the Bertelsmann Stiftung accompanied and supported initiatives and projects working with young refugees between the ages of 16 and 27 in North Rhine-Westphalia for more than a year.

The participants set up a total of 13 plenary sessions. This year, the main focus was on labour market integration and social participation. Barriers to entry into the labour market and possible solutions were discussed. Two committed members of the youth organisation Jugendwerk Wittmund told in a session about their escape from Afghanistan andSyria and discussed with the group the question “What must happen in our home countries so that we can return?”. In a session of the innovation platform Zukunftsstadt on the challenges of social and spatial integration in cities, best practice examples were used to collect ideas for successful projects with refugees in urban areas. One finding: the most successful projects provide low-threshold offers and are networked both among themselves and through (already established) structures of associations.

here magazine held a session on the topic of “Finding Friends” in Germany. The two here editors Nour and Shirawan talked about their experiences, how difficult it was for them as refugees to get to know German friends and acquaintances. There was a lot of discussion in the big round, other participants contributed their suggestions and ideas. The editorial team had a very concrete result: In the future, it would like to introduce – inspired by the session –a section called “Finding Friends”, where various ideas and initiatives which help to find friends, not only from Bochum, will be presented.

Conclusion: Catalogue of recommendations to policymakers
A special offer for the camp participants was to work on a catalogue of recommendations. Especially the work of volunteer-supported projects on site – so the consensus in some sessions – is still made difficult by the same challenges. With the aim of changing things for the better, concrete recommendations have therefore been put together. These will then be handed over to political decision-makers in Düsseldorf and discussed with them.

During the day, participants were able to comment on the demands and recommendations of the other initiatives. In two sessions, there was also an opportunity for a more intensive exchange of ideas and the possibility to make own recommendations. The participants agreed in particular that youth welfare services should finally be extended.